Erfolgsfaktoren in der Rolle des Change Managers
Alltags-Story I:
Wie Change Manager sich gegenüber den Sponsoren der Veränderung positionieren.
Alltags-Story II:
Der Meister als Steuermann der Umsetzung
Alltags-Story III:
Wenn an der Kommunikation gespart wird …
Alltags-Story IV:
Nachlassende Euphorie
Alltags-Story V:
Überwindung des Widerstands - Was habe ich von Spielregeln?
Die meisten Befürchtungen Ihrer Mannschaft vor der anstehenden Veränderung können Sie mildern, wenn Sie als Führungskraft sich an diesen universellen Leitlinien orientieren. Diese sind hier von einer Führungsmannschaft eines Werkzeugbaubetriebs vereinbart worden.
- Wir folgen einem sauber ausgearbeiteten Veränderungsplan.
- Wir geben jedem die notwendigen Informationen, Training und Unterstützung, die er / sie benötigt, um gut mitarbeiten zu können.
- Wir ermutigen jeden, seine Erfahrung und sein Wissen zur Gestaltung der Veränderungsprozesses einzubringen.
- Wir halten alle über den Fortschritt des Projektes auf Stand, durch Aushänge Regelbesprechungen etc.
- Wir binden alle ein und heißen konstruktives Feedback willkommen.
Klar, keine Spielregel funktioniert ohne eine Regel darüber, wie mit Abweichungen umgegangen wird. Deshalb gaben sich die Führungskräfte die folgende Grundsatzregel: Wir sprechen einander auf Abweichungen an und geben einander verbindlich Feedback.“
Alltags-Story V:
Umgang mit deIr Gerüchteküche
Die letzte Mitarbeiterumfrage in einer Automobilfertigung zeigte, dass sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter auf beunruhigend niedrigem Niveau bewegte. Aus den Bereichen waren dem Werkleiter Gerüchte zu Ohren gekommen, die neue LEAN Initiative würde dazu verwandt, durch die Hintertür Arbeitsplätze abzubauen. Die Qualität der produzierten Teile ließ zudem ständig nach. Der externe Change Agent (Veränderungsmanager) schlug vor, regelmäßige Meetings direkt mit den Mitarbeitern abzuhalten (Skip Level Meetings), bei denen diese die Gelegenheit hatten, den Werkleiter direkt nach seinen Vorhaben zu fragen und Antwort auf ihre Befürchtungen zu bekommen. Die mittlere Führungsebene war in diesem Meetings nicht anwesend, damit jeder der Anwesenden sich frei äußern konnte, ohne die Befürchtung haben zu müssen, für angesprochene Probleme vom direkten Vorgesetzten sanktioniert zu werden.
Nach den ersten für alle Seiten aufregenden Meetings wurde beschlossen, diese regelmäßig im ganzen Werk durchzuführen. So konnte die Gerüchteküche in den Griff bekommen werden, auch die Qualitätsrate stieg wieder an … Die Bereichsleiter erhielten zu dem ein regelmäßiges Feedback vom Werkleiter und einigten sich auf bereichsspezifische Verbesserungsmaßnahmen.
Zum Autor:
Andreas Liebrecht ist selbstständiger Managementberater und -trainer für Change Management. Seine Expertise sammelte er auf nationaler und internationaler Ebene in Groß- und mittelständischen Unternehmen. Liebrecht ist bei seinen Kunden als systemisch-lösungsorientierter Supervisor, Organisationsberater, Mediator sowie Performance Improvement Manager (ISPI) hochgeschätzt. Seine Kernkompetenz liegt in der Integration der strategischen Veränderungen in das operative Geschäft.