Häufig gestellte Fragen zum Management
Wenn Sie eine gewünschte Information nicht finden, können Sie auch eine Frage stellen.
- Was sind die nächsten Schritte nach meiner Online-Anmeldung?
- Gibt es einen Nachlass für Gruppenanmeldungen?
- Sind meine PRINCE2-Zertifizierungen nach dem Update auf 2009 ungültg?
- Gehören Akzeptanzkriterien in die Projektbeschreibung oder sind sie Teil der Benutzeranforderungen?
- Kann PRINCE2 mein Gantt-Chart oder andere Projektmanagementwerkzeuge ersetzen?
- Ist die Methode PRINCE2 nur für IT-Projekte gedacht?
- Was ist ein ATO?
- Wann muss ich mich für PRINCE2 rezertifizieren lassen?
- Wie groß sollte der Lenkungsausschuss sein?
- Was ist der Unterschied zwischen dem Register der offenen Punkte und dem Projekttagebuch?
- Wie kann man als Einzelner PRINCE2 in Projekten anwenden, die nicht nach PRINCE2 arbeiten?
- Wie können die gelehrten Ziele der Forschung in einen Business Case eingebracht werden?
- Wie lässt sich die Kunden/Lieferanten-Beziehung in PRINCE2 in ein Forschungsprojekt implementieren?
- Wird der Projektverantwortliche (Executive) immer vom Kunden gestellt?
- Was bedeuten Annahmen bei der Erstellung des Projektleitdokuments, sind diese nicht bereits abgehandelt worden?
- Was ist der Unterschied zwischen Einschränkungen (Constraints) und Toleranzen?
Sobald Sie sich angemeldet haben, kontaktieren wir Sie und versorgen Sie mit allen Details zu Ihrem Seminar.
Ja, bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihr Team ausbilden lassen wollen. Ab drei Personen bieten wir Ihnen die PRINCE2, P3O, ITIL oder MSP-Ausbildung zu einem Sonderpreis an.
Nein. Der Versionswechsel erfordert keine erneuten Zertifizierungen. Allerdings findet die alle fünf Jahre fällige Rezertifizierung des Practitioners ab April 2010 nur in der Version 2009 statt.
Die Qualitätserwartungen des Kunden werden bereits in der Vorbereitung eines Projekts in messbare Akzeptanzkriterien übersetzt und in der Produktbeschreibung des Projektendprodukts dokumentiert. Diese ist Teil der Projektbeschreibung. Während der Initiierung wird die Projektendproduktbeschreibung ggfs. überarbeitet und fließt dann in die Projektleitdokumentation ein.
Bei PRINCE2 handelt es sich um eine Methode, nicht um eine Werkzeug. Projektmanagementwerkzeuge wie ein Gantt-Chart oder Projekmanagementsoftware können PRINCE2 lediglich ergänzen und bestimmte Arbeiten im Projekt erleichtern. Ein Ersatz sind sie nicht.
Nein. Die ursprüngliche Version von PRINCE war zwar für IT-Projekte gedacht, sie wurde aber überarbeitet und ist seit 1996 nun ausdrücklich für alle Arten von Projekten geeignet.
Die Abkürzung ATO steht für "Accredited Training Organisation". Dieser Status wird von der APM Group vergeben und steht für ein nach den Richtlinien der APMG geprüftes und zertifiziertes Trainingsunternehmen. Nur ATOs sind berechtigt Schulungen für PRINCE2, P3O, MSP, etc. durchzuführen, Prüfungen abzunehmen, Schulungsmaterial zu erstellen und Trainer auszubilden. QRP Management Methods International ist das erste deutsche ATO.
Rezertifizierungen sind für PRINCE2-Practitioner vorgesehen und müssen alle fünf Jahre erfolgen. Eine Rezertifizierung soll gewährleisten, dass zertifizierte Personen den aktuellen Entwicklungen der PRINCE2-Methode folgen. Die Rezertifizierung dauert 1 Stunde und kann elektronisch oder schriftlich erfolgen. Die Rezertifizierung ist keine Pflicht, es handelt sich um eine freiwillige Maßnahme. Ohne diese verliert man allerdings seinen Practitioner-Status.
Der Lenkungsausschuss soll die drei primären Projektinteressen (Unternehmen, Benutzer und Lieferanten) adäquat repräsentieren. Dies geschieht über die drei Rollen "Auftraggeber", "Benutzervertreter" und "Lieferantenvertreter". Das müssen nicht immer drei Personen sein, sondern mehrere Personen können sich eine Rolle teilen oder eine Person kann mehrere Rollen übernehmen. Die Rolle des Auftraggebers darf nur von einer Person übernommen werden (Prinzip "Single point of accountability). Ob die Rolle eines Benutzervertreters bzw. eines Lieferantenvertreters jeweils von mehreren Personen übernommen wird, hängt von der jeweiligen Projektsituation ab. Wenn es mehrere Benutzervertreter gibt, sollte man ein Komitee gründen, welches dann einen Vertreter benennt und mit der notwendigen Autorität ausstattet. Bei mehreren Lieferantenvertretern sollte man auf einem Generalunternehmer bestehen oder den Einkauf die Rolle des Lieferantenvertreters übernehmen lassen, da der Einkauf über die Verträge die Lieferanten steuern kann. Der Auftraggeber kann die Rolle des Benutzervertreters übernehmen, wenn er selbst unmittelbar vom Ergebnis des Projekts betroffen ist. Der Auftraggeber sollte nicht auch die Rolle des Lieferantenvertreters übernehmen, dies ist zwar möglich aber nicht empfehlenswert, da hier eine Annahme von PRINCE2 verletzt wird. PRINCE2 nimmt an, dass man sich in einer Kunden-/Lieferantenumgebung befindet. Nur dann sind einige der Steuerungsinstrumente sinnvoll.
Das Register der offenen Punkte (Issue Register) dokumentiert die formellen offenen Punkte. Wenn ein offener Punkt ausführlich dokumentiert werden muss, geschieht dies im Offener-Punkt-Bericht (Issue Report). Das Projekttagebuch (Daily Log) ist für die Dokumentation und Steuerung informeller offener Punkte gedacht.
Setzen Sie "PRINCE by stealth" ein, das heißt, verwenden Sie die PRINCE2-Begriffe nicht sondern sprechen Sie ausschließlich über die Inhalte der jeweiligen Managementprodukte. Verwenden Sie die Prozesse wie vorgesehen. Natürlich wird man so nicht das Optimum erreichen können aber konstruktive Ansätze oder Lösungsvorschläge sind jederzeit möglich.
Es wird in diesem Fall keinen üblichen Business Case geben, doch wird es Gründe für die Notwendigkeit des Projekts geben. Darüber hinaus wird es sicherlich auch Risiken und mögliche Optionen im Umgang mit diesen geben. Aus dem Projektplan können Zeit- und Kostenpläne übernommen werden. Der Nutzen des Projekts muss nicht unbedingt immer finanzieller Natur sein. Auch Abbruchkriterien sollten definiert sein.
Da PRINCE2 über Qualitäten gesteuert wird, spielt es keine Rolle, welcher Art ein Projekt ist. Auch ein Forschungsprojekt wird Kriterien auf allen Managementebenen erfüllten müssen.
Ja. PRINCE2 geht von einer Kunden-/Lieferantenbeziehung aus. Die Rolle des Auftraggebers ist im Projekt der Repräsentant des Kunden und der Besitzer des Business Case. Diese Rolle muss mit jemandem besetzt werden, der die erforderliche Autorität und Verantwortung besitzt, Entscheidungen zu treffen und Ressourcen einzusetzen. Häufig ist die Aufgabe des Lieferanten so umfangreich, dass er intern dafür ein eigenes Projekt aufsetzt. Dies ist dann allerdings nicht mehr dasselbe Projekt, sondern ein eigenes.
In einem Projekt gibt es eine Reihe von Annahmen. Einige können bereits im Projektplan abgedeckt worden sein, zum Beispiel bei der Planung der Mitarbeiter oder den benötigten Produkten. Es kann auch weitere Annahmen wie den erwarteten Nutzen des Projekts im Business Case geben. Wenn man sich auf Andere verlassen muss, die nicht unter der eigenen Kontrolle stehen, so sind dies Annahmen, die protokolliert werden müssen. Von daher kommen Annahmen in vielen Bereichen eines Projekts vor.
Einschränkungen (Constraints) stellen Rahmenbedingungen dar. Toleranzen stellen einen zwischen zwei Managementebenen vereinbarten Handlungsspielraum dar. Bei einer absehbaren Über- oder Unterschreitung von Toleranzen muss an die jeweils höhere Managementebene eskaliert werden.